Benedikt Stafflinger
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DividendeOhneEnde · 3. März 2019

Scotiabank

Einer der zuverlässigsten Dividendenzahler

Block 565.476 · 3 Min. Lesezeit

Steckbrief
Ticker
BNS
ISIN
CA0641491075
WKN
850388
Land
Kanada
Branche
Finanzen
Sektor
Banken
Börsenwert
57,4 Mrd. $
Dividendenrendite
6,30 %
Ausschüttung
quartalsweise
Erste Dividende
1833
Status
Dividendenanwärter
CDOE-Score17 Punkte
Dividendenrendite
6,3 %
Dividendenwachstum
6,2 %
Ausschüttungsquote
48,7 %
Kurszuwachs
20 %
Gewinnwachstum
5,4 %
Umsatzwachstum
2 %
Verschuldungsgrad
14,7 %

Der DOE-Score war meine damalige Bewertung aus diesen Kennzahlen, von A (sehr gut) bis E. Stand der Kennzahlen: 11. Oktober 2022, kurz vor dem Ende des Blogs.

Inhalt

Hier ist ihr Geld gut aufgehoben

Die Ersparnisse unter der Matratze zu sammeln, ist nicht wirklich ratsam. Banken verwalten das Geld sicher und man kann bequem mit Karte oder sogar schon dem Smartphone an der Kasse zahlen. Doch wie sieht es mit Banken als Investment aus? Spätestens seit der Finanzkrise 2008/09 meiden die meisten Börsianer Banken- und Finanzdienstleisteraktien. Und das nicht mal zu Unrecht. Sehr viele Banken haben sich seit über 10 Jahren nicht aufrappeln können. Eine Lehman Brothers ging komplett insolvent, eine Deutsche Bank macht nonstop Negativschlagzeilen - ganz im Gegenteil zu einer Bank aus Kanada.

Die "Bank of Nova Scotia" oder kurz die Scotiabank glänzt mit einem steigendem Aktienkurs und einer wunderschönen Dividendensteigerung. Was macht diese Bank also richtig, was so viele andere Banken falsch machen? Und woher nehmen sie das Geld, um seit über 185 Jahren jährlich eine üppige Gewinnausschüttung zu zahlen?

Die Entstehung und das Geschäftsmodell der Bank of Nova Scotia

Im Jahr 1832 haben einige Geschäftsleute aus Halifax, Neuschottland (östlicher Rand von Kanada) in einem Kaffee beschlossen eine eigene Bank zu gründen - die Bank of Nova Scotia. Grund für die eigene Bank war die Unzufriedenheit bei anderen Finanzverwaltern. Gesagt - getan: am 29.08.1832 eröffneten sie ihre erste Filiale in Windsor. Ein Jahr später 1833 beschlossen die Geschäftsleute im selben Kaffee in Halifax ihre erste Dividende in Höhe von 3% zu zahlen. Und das sollte nicht die letzte sein ...

Anfangs haben sich die Bankiers nur auf die Atlantikprovinzen begrenzt. Erst knapp 50 Jahre später wagten sie eine Expansion in den Westen. Im 3.000 km entfernten Winnipeg (Landesmitte von Kanada) eröffneten sie 1882 eine Filiale. Wenig später wurde diese zwar wieder geschlossen, aber der Pioniergeist hat sich in den Köpfen des Vorstands festgesetzt. Um das Jahr 1900 hatte Scotiabank 38 Filialen in Kanada, den Vereinigten Staaten und Jamaika. Durch Übernahmen und Zukäufe hat man sein Geschäft im Ausland gefestigt.

Heute ist die Bank of Nova Scotia sehr gut in den USA, Mittel- & Südamerika, der Karibik, Australien, China, Indien, Europa und in arabischen Ländern vertreten. 50% des Umsatzes macht man zwar immer noch im Heimatland Kanada, aber das Auslandsgeschäft wächst rasant. Ein Viertel des Konzernumsatzes macht die Bank schon alleine in den vier Ländern Mexiko, Kolumbien, Peru und Chile. Und dieser Trend wundert nicht. Mit 230 Millionen Menschen, einer durchschnittlich jungen Bevölkerung und einer wachsenden Mittelschicht, ist Lateinamerika sehr attraktiv für Banken.

80 Prozent des Umsatzes machen die Kanadier im Privat-/Geschäftskundenbereich und mit der Vermögensverwaltung. Die restlichen 20 Prozent erwirtschaftet Scotiabank im Kapitalmarkt- und Investmentbankinggeschäft. Diese Aufteilung war übrigens auch der Grund, warum die Finanzkrise der Bank nicht so sehr geschadet hat, wie manch anderen.

Was kommt in Zukunft bei der Scotiabank?

Die nächsten Jahre dürften für die Bank of Nova Scotia weiter rosig bleiben. Das Auslandsgeschäft wird vermutlich weiter wachsen und man wird weiter expandieren können. Zwar ist eine schöne und solide Vergangenheit kein Garant für tolle Zukunftsaussichten, aber dennoch behaupte ich, dass Scotiabank für den "worst case" gewappnet ist und mögliche kommende Finanzkrisen überleben wird. Außerdem rechnen Experten 2019 mit einem Umsatzwachstum von knapp 7 Prozent.

Wird die Dividende weiterhin so zuverlässig gezahlt?

Selbst in der Finanzkrise 2008/09 wurde die Dividende weiter gezahlt (wenn auch nicht erhöht!). Wie oben schon beschrieben, zahlen die Kanadier seit 1833 Jahr für Jahr eine Gewinnausschüttung an ihre Aktionäre. Der Dividendenkönig zahlt momentan 4,3% Rendite und erhöht diese auch jährlich um knapp 6%. Mit einem längeren Anlagehorizont kann man hier von einem ordentlichen Zinseszins profitieren. Die letzte Dividendenkürzung war übrigens 1944 wegen des 2. Weltkrieg!

Fazit:
Bei kaum einer anderen Aktie kann man sich so sehr auf die Dividende verlassen, wie bei Scotiabank. Die Vorstände werden mit Sicherheit alles in Bewegung setzen, um die Serie nicht abreißen zu lassen. Doch soweit muss es nicht kommen. Die Bank of Nova Scotia ist bestens für die Zukunft aufgestellt - so ein Investment holt man sich doch gerne ins eigene Depot, oder?!

Epilog · 1. November 2026

Was daraus wurde

Seit diesem Artikel sind 7 Jahre und 7 Monate vergangen. Hätte man am Tag der Veröffentlichung 1.000 € investiert, stünde man heute hier:

Scotiabank, inkl. Dividenden2.573 €
Dieselben 1.000 € in Bitcoin19.710 €

Bitcoin lag vorne.

1.000 €, investiert am Tag dieses Artikels
3. März 2019heute
  • Scotiabank, inkl. Dividenden:
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